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April

Wildapfelblüten

Dass die Zier-Apfelbäume dieses Jahr mit den Knospen noch die alten kleinen Äpfel besitzen, lässt verwundern.
Waren die Früchte sonst nicht längst von den Zweigen verschwunden um diese Zeit?
Sicher ist der Fruchtbehang von Sorte zu Sorte unterschiedlich ausdauernd, aber im diesem Jahr hält er sich - nun verschrumpelt und schwarz - hartnäckig lange im Geäst.

Amsel und Wildäpfel
Die Sorte `Professor Sprenger` besitzt besonders kleine Äpfelchen, die gut in die Schnäbel von Amseln passen und liebend gerne im Spätsommer und Herbst von ihnen verspeist werden.

Aber im letzen Sommer wurden die Amseln vom afrikanischen Virus Usutu befallen, das sich inzwischen in heimischen Mücken festgesetzt hat und durch sie übertragen werden kann.

Der BUND äußerte sich im September letzten Jahres dazu folgendermaßen:
"Seit August dieses Jahres wird in Norddeutschland zum ersten Mal ein massives Amselsterben beobachtet mit bisherigem Schwerpunkt im Raum zwischen Bremen und Hamburg (Stand 3.9.2018). Symptome: die Vögel bekommen ein struppiges Aussehen, kahle Stellen am Kopf, wirken scheinbar zutraulich und zugleich desorientiert. Innerhalb weniger Tage sterben sie. Derzeit sieht es so aus, als wäre der Bremer Amselbestand zu über 95% vernichtet. Die Krankheit betrifft hauptsächlich Amseln, aber es sind auch andere Singvögel und Eulen - allerdings weniger stark- befallen."
Was für eine Katastrophe für das Ökosystem!
Das erholt sich zum Glück langsam wieder. Aus anderen nicht so stark betroffenen Bereichen sind Amseln zugezogen. Langfristig ist der Bestand allerdings dezimiert.
Mit den nun steigenden Temperaturen und der kommenden Mückenpopulation kann es erneut zum Sterben unserer Singvögel kommen.

Amsel beim Baden
Machen wir es den Vögeln so angenehm wie möglich in unseren Gärten! Also: Kein Gift, üppige Bepflanzung ...und keine Kieswüsten!